Österreichische Meisterschaften U18 und 23

Am vergangenen Wochenende fanden in Ried im Innkreis die diesjährigen Meisterschaften der U18 und U23 statt. Da auch das Wetter sich von seiner besten Seite zeigte, stand den vier Mädchen aus Leibnitz auf ihrer Medaillenjagd nichts im Wege.
Einmal mehr sorgte das Aushängeschild der SU Kärcher Leibnitz - Anna Harrich – für die erste Medaille. Die 16-jährige Eibiswalderin sicherte sich im Weitsprung mit 5,40 Metern die Bronze-Medaille. Dies ist umso bemerkenswerter, wenn man weiß, dass Anna in den letzten zwei Monaten an einer Entzündung im Fußgelenk laborierte und deswegen im Trainingsrückstand geraten war.
Aber es sollte noch besser kommen: In ihrer Paradedisziplin – dem Dreisprung – ließ Anna sich den Sieg nicht nehmen. Beeindruckende 11,73 Meter sprang sie im vierten Versuch und verwies die Konkurrenz auf die Plätze.
„Faszinierend, wie Anna immer wieder Verletzungen wegsteckt und dann mit Topleistungen zurückkommt…“ meint Trainer Martin Zanner über seine Athletin. Und das nächste große Ziel hat die junge Athletin bereits fest im Visier: die Weltmeisterschaften der U18-Klasse im nächsten Jahr.
Auch im Stabhochsprung holte das Kärcher-Team wieder eine Medaille. Jennifer Herrmann startete zwar verhalten mit einem Fehlversuch über 2,60 Meter in den Bewerb, konnte sich aber in dessen Verlauf unglaublich steigern. Auf beeindruckende Art und Weise stellte sie ihre persönliche Bestleistung von 3,20 Metern ein und holte sich hinter der großen Favoritin Kira Grünberg die verdiente Silbermedaille.
Ebenfalls Silber gab es für Elisabeth Oswald. Die aus Höch stammende Sportlerin – gerade erst der U18-Klasse entwachsen – holte als jüngste Teilnehmerin im Dreisprungfeld der U23 mit guten 11,11 Metern den zweiten Platz. Die angehende Sportstudentin hat aufgrund ihres Alters noch vier Jahre Zeit, sich den Titel in dieser Klasse zu sichern.
Staatsmeisterschaften
Bei heißen Temperaturen von bis zu 35° kamen die Staatsmeisterschaften der Leichtathleten am 10. und 11.Juli zur Austragung. Das Stadion Lind in Villach war Schauplatz dieser Meisterschaften. Gleich sieben Athleten der SU Kärcher Leibnitz hätten das Limit in einer der Disziplinen geschafft – vier traten auch an.
Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Anna Harrich, war Elisabeth Oswald die aussichtsreichste Kandidatin auf Edelmetall. Nach der verpatzten U20-Meisterschaft – „nur“ Platz vier im Dreisprung - am Wochenende davor, zeigte Elisabeth sich stark verbessert und sprang gleich im ersten Versuch auf gute 11,04 Meter. Dies blieb ihr bester Versuch in dieser Konkurrenz und bedeutete am Ende Platz drei und die Bronze-Medaille.
Ebenfalls im Dreisprung im Einsatz: Beate Hochleitner. Sie stellte mit 10,84 Metern ihre persönliche Bestleistung ein, was schlussendlich Platz fünf bedeutete. Beate startete auch im Weitsprung, wo sie mit 5,25 Metern den 9. Rang belegte.
Jennifer Herrmann, die heuer ihre Bestleistung im Stabhochsprung schon auf 3,20 Meter verbessert hat, sprang 2,90 Meter und belegte damit den 8. Platz.
Bei den Männern war nach der Absage von Langsprinter Hannes Robier nur Trainer Martin Zanner im Stabhochsprung im Einsatz. Mit 4,20 Metern stellte er seine Saisonbestleistung ein und wurde neunter.
Mit der Bronze-Medaille von Elisabeth ging eine Serie der SU Kärcher Leibnitz weiter: In diesem Jahr hat man nun bei jeder Österreichischen Meisterschaft (ausgenommen Straßen- und Crossläufe) zumindest eine Medaille gewonnen. Nun beginnt für die Leichtathletinnen und Athleten die Vorbereitung auf eine sicherlich erfolgreiche Herbstsaison.
Österreichische U20-Meisterschaften
Auf der Union-Sportanlage St. Pölten fanden am 26. und 27. Juni die diesjährigen österreichischen Meisterschaften der U20-Klasse statt. Mit Anna Harrich und Elisabeth Oswald hatte die SU Kärcher Leibnitz gleich zwei Medaillen-Kandidatinnen bei diesen Meisterschaften. Da bei Anna eine Verletzung im Fußgelenk wieder akut wurde und Elisabeth aufgrund ihrer Matura im Trainingsrückstand ist, waren die Vorzeichen aber alles andere als gut.
Im Dreisprung war Anna der Titel trotzdem nicht zu nehmen. Als einzige Athletin an diesem Tag schaffte sie es über die 11-Meter-Marke. Mit guten 11,60 Metern im vierten Versuch und einem Vorsprung von 82 Zentimetern siegte sie souverän.
Elisabeth fand nicht in diesen Wettkampf und wurde mit 10,69 Metern unglücklich Vierte. Lediglich ein Zentimeter fehlte am Ende zu Bronze.
Am zweiten Tag der Meisterschaften stand für Anna der Weitsprung am Programm. Durch die Belastung des verletzten Fußgelenks am Vortag, war eine Top-Leistung leider nicht möglich. Sprang Anna 10 Tagen davor noch tolle 5,73 Meter, schaffte sie in St. Pölten 5,41 Meter und wurde damit Vierte. 5,52 Meter hätten bereits für Silber gereicht.
Am Wochenende darauf folgen die Staatsmeisterschaften. „Anna wird hier nicht an den Start gehen. Auch wenn wir damit auf ein sicher Medaille im Dreisprung verzichten, aber die Gesundheit geht einfach vor…“ so Trainer Martin Zanner.
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